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Parkinson kann jeden treffen

Morbus Parkinson ist eine der häufigsten Erkrankungen des Nervensystems. Alleine in Deutschland sind eine viertel Million Menschen bereits erkrankt. Jährlich kommen ca. 13.000 Betroffene hinzu. Obwohl Parkinson nach heutigem Wissensstand nicht heilbar ist, können die Symptome meist über lange Zeit wirksam bekämpft werden. Der ehemalige Schwergewichts-Champion Muhammad Ali leidet seit mehr als 20 Jahren an Parkinson und hat sich dennoch nie ganz aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen. Ähnliches gilt für den vielfach ausgezeichneten Hollywood-Schauspieler Michael J. Fox („Zurück in die Zukunft“ u.a.). Seit seinem 30. Lebensjahr kämpft er gegen das Parkinson-Syndrom an. Dabei sucht er die Öffentlichkeit, um für seine Stiftung zur Erforschung von Parkinson Gelder zu sammeln. Ähnlich macht es der deutsche Star-Tenor Peter Hofmann: Er engagiert sich für neue Parkinson-Therapien. Der große Maler Salvador Dali oder auch Prinz Claus der Niederlande zogen sich teilweise aus der Öffentlichkeit zurück, als die Symptome der Krankheit stärker wurden. Ähnliches liest man von Theodor Roosevelt und auch Leonid Breschnjev.

Moderne Therapien für Lebensqualität

Parkinson kann jeden treffen

Parkinson kann jeden treffen

Vor einem halben Jahrhundert konnten Parkinsonkranke noch nicht gut behandelt werden. Mittlerweile können jedoch die Krankheitssymptome durch den Ausgleich des Dopamin-Mangels gemildert werden. Verschiedene Medikamente und Anwendungsformen stehen für die Behandlung zur Verfügung – hierzu gehören oft L-Dopa und die sogenannte Dopamin-Agonisten. Diese können zum Beispiel über Tabletten, über eine Infusion unter die Haut oder über ein Pflaster in den Körper gelangen. Das Pflaster z.B. wird jeden Tag neu auf eine wechselnde Hautstelle aufgeklebt und gibt den Wirkstoff gleichmäßig über 24 Stunden ab. Da das Pflaster auf der Haut sichtbar ist, kann man kontrollieren, ob man es bereits aufgeklebt hat. Ein Vorteil auch für Angehörige oder ältere Patienten, die im fortgeschrittenen Alter an Vergesslichkeit leiden.

Erste Anzeichen ernst nehmen

Die Voraussetzung für den Behandlungserfolg ist eine frühe Diagnose durch den Fachmann. Der Neurologe sollte auf jeden Fall hinzugezogen werden, wenn eine Bewegungseinschränkung (auch der Gesichtsmuskeln), Zittern der Arme und Hände (Tremor) oder eine Steifheit der Muskeln beobachtet werden. All das reicht noch nicht zur sicheren Diagnose von Parkinson, aber es können ernst zu nehmende Hinweise sein. Moderne Untersuchungsmethoden geben zusätzliche Gewissheit über das Krankheitsbild.

Weitere Detailinformationen rund um die Parkinson-Erkrankung finden Sie unter www.parkinson-aktuell.de.



Im Rausch der Tüten

Sie sind keine Schnäppchenjäger, denn der Preis spielt keine Rolle. Es ist die Gier, teure Textilien, Schuhe, CD´s, Bücher oder Möbel zu kaufen. Die Rede ist von rund 800.000 Kaufsüchtigen in Deutschland, wobei die Dunkelziffer wesentlich höher ist. Allein die Zahl der Kaufsuchtgefährdeten wird auf vier Millionen Menschen in Deutschland geschätzt. Aus der Kauflust ist eine Krankheit geworden. Alleine kommen die Betroffenen aus dem Teufelskreislauf Bestellen, Kaufen und Verstecken nicht mehr heraus, so die Techniker Krankenkasse (TK) Niedersachsen.

Kaufsucht ist in Deutschland und den westlichen Industrienationen ein weit verbreitetes Phänomen. Sieben Prozent aller Erwachsenen sind kaufsuchtgefährdet. Die Tendenz zum süchtigen Kaufen hat in den letzten zehn Jahren spürbar zugenommen.

“Kaufsucht ist eine unauffällige Sucht. Sie kommt schleichend und wird immer massiver”, so Ulrike Fieback, Sprecherin der TK Niedersachsen. Es ist der Drang, Dinge zu kaufen, die man nicht benötigt. Oft landen die Sachen unausgepackt in überquellenden Schränken und werden vor der Familie und Angehörigen versteckt oder sogar weggeworfen. Kaufsucht ist ein Ersatz für Anerkennung, für fehlende Liebe, ein Füllen von innerer Leere, ein Trostpflaster, ein Partnerersatz. Kaufsucht geht oft mit Depressionen und Essstörungen einher. Frauen sind stärker betroffen als Männer und was auffallend ist: Im Winter ist die Kaufsucht stärker ausgeprägt als im Sommer.

Rausch der Tüten Frau nach Einkauf am Auto MEV

Rausch der Tüten

“Kaufen löst ein unglaubliches Glücksgefühl aus”, so Sieglinde Zimmer-Fiene, Leiterin der seit sieben Jahren bestehenden Selbsthilfegruppe Kaufsucht und “trockene” Kaufsüchtige aus Hannover. “Meine Streicheleinheiten holte ich mir von den Verkäufern in unzähligen Kaufhäusern, Geschäften und Boutiquen. Doch die innere Leere wird nur kurz befriedigt. Dann geht die Gier wieder von vorne los und der Drang des Kaufens wird noch größer”, so Zimmer-Fiene weiter. Betroffene Männer kaufen vor allem technische Artikel, Auto- und Computerzubehör. Frauen dagegen Kleidung, Schuhe, Schmuck und Kosmetik.

“In den letzten Wochen haben sich bei mir so viel Verzweifelte wie noch nie gemeldet”, so Zimmer-Fiene. Den Grund sieht die Selbsthilfeleiterin darin, dass der Konsum immer aggressiver angeboten wird. “Auch die Verkäufer werden besser geschult und in immer mehr Geschäften wird mit psychologischen Mitteln wie beispielsweise Düften gearbeitet.

Die Sucht zerstört wirtschaftliche und gesellschaftliche Existenzen ganzer Familien in Form von Überschuldung, Insolvenz und Abrutschen in die Kriminalität. Der psychische Zusammenbruch ist oft die Folge.

Kaufsucht, auch Oniomanie genannt  ist eine psychische Störung. Sie äußert sich in zwanghaftem Kaufen. Wird der Betroffene am Kaufen gehindert, entwickelt er Entzugserscheinungen, die sich zum Beispiel in Herzrasen, Schweißausbrüchen und innerer Unruhe äußern. Die TK rät daher Betroffenen und Angehörigen, sich an eine Beratungsstelle, Selbsthilfegruppe oder einen Facharzt zu wenden. Durch eine Psychotherapie kann den Betroffenen frühzeitig geholfen werden.

Erste-Hilfe-Strategien

  • Ehrlich zu sich sein. Das Problem erkennen und mit einer Vertrauensperson darüber sprechen
  • alle Kreditkarten zurückgeben
  • nur mit Bargeld zahlen und mit einem festgesetzten Betrag in der Woche auskommen
  • den kompletten Garderobenbestand und das Wohnungsinventar auflisten und     die Liste immer bei sich tragen
  • nicht im Internet oder in Katalogen bestellen
  • Shopping-Kanäle im Fernsehen meiden
  • ganz bewusst in keine “Outlet-Center” fahren

Interessierte erhalten weitere Informationen im Internet unter www.kaufsuchthilfe.de



Bauchschmerzen aus dem Internet

Cyberchondrie auf dem Vormarsch: Wer im Internet nach Diagnosen für Krankheitssymptome sucht, wird schnell fündig – und verunsichert. Denn plötzlich wird Husten zur Lungenentzündung und der Schmerz im Rücken zum Bandscheibenvorfall. Hält die Suche monatelang an und werden darüber Familie und Beruf vernachlässigt, sprechen Experten von Cyberchondrie, einer modernen Form der Hypochondrie

Bauchschmerzen aus dem internet DAK Schläger

Bauchschmerzen aus dem internet DAK Schläger

Nach einer Studie der Universität Mainz leiden rund sieben Prozent der Deutschen unter nicht begründeten Krankheitsängsten. Und das Internet bietet die besten Voraussetzungen, diese hypochondrischen Ängste weiter zu schüren. „Auf der Suche nach einer Diagnose oder Therapieform stöbern Cyberchonder stundenlang in Gesundheits-Portalen und Patientenforen. Oft werden auf entsprechenden Plattformen ganze Krankheitsgeschichten ausgetauscht“, sagt DAK-Diplom-Psychologe Frank Meiners. „Das steigert die Ängste vor der Krankheit, statt zu helfen. Manchmal verschlimmert die Selbstdiagnose die Symptome sogar. Austausch ist wichtig, aber man sollte sich nicht verunsichern lassen.“

Doch das passiert leicht, zumal die Ratgeberseiten für Laien oft schwer verständlich sind. Die Symptome und Befunde in Medizinerlatein bedürfen einer Erklärung, die dort häufig nicht zu finden ist. Meiners rät, das Internet nur zusätzlich zum Arztbesuch zu nutzen. „Nur der Arzt kann den Patienten eingehend untersuchen und ein umfassendes Urteil abgeben“, so der DAK-Experte

Wer neben der ärztlichen Beratung noch weitere Informationen möchte, kann sich auch nach dem Arztbesuch im Internet informieren. Gute Anlaufstellen sind zum Beispiel die Webseiten von Krankenhäusern oder Krankenkassen. Seriöse Seiten weisen auch daraufhin, dass die Informationen kein Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete Ärzte sind.



Patienten wollen mehr Kommunikation

Arzt Patient DAK Schläger

Arzt Patient DAK Schläger

Patienten wünschen sich von ihrem Arzt mehr Informationen und möchten stärker in die Entscheidungen einbezogen werden, die ihre Gesundheit oder ihre medizinische Behandlung betreffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie zur Patientenzufriedenheit, die gerade vorgestellt wurde.

Insgesamt stellen die Patienten ihren Ärzten jedoch ein sehr gutes Zeugnis aus. Fast alle (95 Prozent) sind mit ihrem Arzt unter dem Strich zufrieden. Die Studie zeigt, dass jeder Fünfte von seinem Arzt nicht in dem Maße informiert und in Entscheidungen eingebunden wird, wie er es möchte. ”
Therapie-Erfolg von Verständnis abhängig

Der Behandlungserfolg hängt offensichtlich nicht zuletzt davon ab, ob der Patient seinen Therapieplan versteht, er gemeinsam mit seinem Arzt darüber entschieden hat und die einzelnen Schritte mitträgt.

Die Untersuchung kommt auch zu dem Ergebnis, dass jeder dritte Erwachsene in Deutschland die Verantwortung für seine Gesundheit eher bei anderen als bei sich selbst sieht.  Jeder sollte seine Gesundheit  selbst in die Hand zu nehmen.

Beschwerden als Schicksal gesehen

Auch ob Beschwerden wieder verschwinden, sehen viele Menschen als eine Schicksalsfrage. So schreibt es ebenfalls fast jeder Dritte allein Glück oder Pech zu, ob er im Krankheitsfall wieder gesund wird.  Denn Gesundheit ist nicht allein eine Frage des Schicksals.



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Arzt by RainerSturm pixelio.de

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