Als Folge der Wirtschaftskrise ist der Garten im Leben der Menschen wieder wichtiger geworden.. Was den Menschen früher der Urlaub bedeutete, soll jetzt der eigene Garten bieten. Er spielt für den Rückzug ins Private eine immer wichtigere Rolle, weil er eine Freizeitbeschäftigung mit Erholungswert bietet.
Urlaubsgeld fließt in Sommerblumen
Dass das “grüne Wohnzimmer” kaum mehr Repräsentation, sondern Abstand von der Arbeit bieten soll, betont Helga Starkl vom Gärtnerunternehmen Starkl GmbH im Interview. “Vor der Krise haben viele drei Wochen Urlaub just in der schönsten Gartenzeit gemacht. Viele fahren nun kürzer weg und verwenden einen Teil des ersparten Geldes für zusätzliche Terrassenpflanzen, Sommerblumen oder Beerensträucher.” Die Umsätze der Baumärkte bestätigen diesen Trend.

Garten als Urlaubsziel MEV
Kleiner, gepflegter und natürlicher
“Die Gärten werden immer kleinflächiger”, so Starkl. Während die großen Gärten pflegeleicht sein sollen, was durch immergrüne Bepflanzung oder große Bäume erreicht wird, geht der kleine Garten andere Wege. “Man will nicht viel Schatten und wählt daher kleine Bäume, Zierpflanzen oder Bonsais. Blütenstauden sind hoch gefragt, Pflanzen die vom Frühjahr bis Herbst blühen sowie auch Gräser wie etwa Chinaschilf.” Beliebt ist auch wieder das eigene Gemüse und Obst.
Schließlich sind die Gärten gepflegter. “Man widmet der Gartenarbeit wieder mehr Zeit”, so Starkl. Statt dem englischen Garten liegt heute der Schwerpunkt auf dem natürlichen Bearbeiten mit wenig Spritzmitteln und Dünger, sowie auf der Zusammenstellung von passenden Pflanzengemeinschaften. Langsam, aber doch sind auch Folgen des Klimawandels zu spüren. “In unseren Breiten hat es in den vergangenen Jahren oft mehr geregnet als zuvor. Der Umsatz mit Pflanzen, die das vertragen, ist leicht gestiegen”, berichtet die Gartenspezialistin.
Quelle: pt