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Physiotherapie

Was ist ein „Mausarm“?

Das RSI-Syndrom (Repetitive Strain Injury oder RSI) ist eine Sammelbezeichnung für Schmerzen in Sehnen, Muskeln, Gelenken und Nerven. In Deutschland ist es auch unter dem Begriff „Mausarm“ bekannt, da hauptsächlich Bürokräfte die am PC arbeiten betroffen sind.

DAK Riekers

DAK Riekers

RSI entsteht durch monotone Bewegungen, die jahrelang ausgeführt werden (z.B. Arbeiten an der Tastatur und mit der Maus). Betroffen sind neben Bürokräften aber auch Musiker, Supermarktkassierer und Gebärdensprachdolmetscher.

Mikroverletzungen von tausendfach wiederholten Fingerbewegungen heilen normalerweise über Nacht. Ist die Belastung jedoch zu hoch oder sind die Pausen zu kurz, kann sich das Gewebe nicht komplett erholen. Nach einiger Zeit machen sich die kleinen Verletzungen schmerzhaft bemerkbar, anfangs nur bei Belastung, später unter Umständen auch in Ruhephasen.

Eine repräsentative Umfrage im Jahr 2000 unter 1002 Bürokräften in Nordrhein-Westfalen hat ergeben, dass 62% der Befragten über Schmerzen im Nacken-Schulter-Bereich und 24% über Muskelschmerzen im Arm klagten. Präventiv lassen sich solche Überlastungserscheinungen leicht verhindern. Wenn sie aber bereits über einen längeren Zeitraum auftreten, kann sich die Heilung auch über mehrere Monate hinziehen.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich mit der Zeit ein Schmerzgedächtnis bildet und PC-Arbeit vom Gehirn mit Schmerzen verbunden wird, gleich, ob noch eine physische Verletzung vorliegt oder nicht.

Vermeiden Sie deshalb schon die Entstehung erster Schmerzen, indem Sie folgende Punkte beachten:

  • Knicken Sie Ihre Handgelenke beim Tippen nicht ab, weder nach oben noch   zur Seite
  • Sitzen Sie aktiv und stehen Sie regelmäßig kurz auf
  • Legen Sie Mikropausen ein (alle fünf Minuten die Arme kurz ausschütteln)
  • Halten Sie Ihre Ellenbogen dicht am Körper
  • Lassen Sie Ihre Hände nicht auf Maus oder Tastatur liegen, wenn Sie gerade nur am Bildschirm lesen.


Sitzknigge fürs Büro

Sitzknigge fürs Büro

Sitzknigge fürs Büro

Die dunkle Jahreszeit hat uns bald im Griff, und immer öfter neigen wir dazu, es uns drinnen gemütlich zu machen. Doch das ständige Einigeln hat Folgen, denn dem Körper fehlt der aktive Ausgleich in der Freizeit: „Gerade im Winter klagen viele Menschen über Kopf- und Rückenschmerzen“, berichtet Dr. Hans-Joachim Poetsch, Facharzt für Chirurgie und Chirotherapie und Berater der DAK. „Die mangelnde Bewegung belastet unsere Wirbelsäule“. Der Gesundheitsexperte gibt fünf einfache Bewegungstipps, mit denen man gut durch den Arbeitstag kommt – und die sich einfach auf die Freizeit übertragen lassen.

Bewegungsbremse Winter

Seien wir doch mal ehrlich: Im Winter schalten wir in punkto Bewegung auf Sparflamme. Am Arbeitsplatz sitzen die meisten von uns ohnehin den ganzen Tag – immerhin 17 Millionen Deutsche verbringen ihren Büroalltag am Schreibtisch. Hinzu kommt: Anstatt auf dem Rad zu frieren, nehmen wir nun für die Anfahrt lieber das Auto oder die Bahn, und anstelle eines ausgiebigen Spazierganges in der Mittagspause schaffen wir es gerade noch in die Kantine zwei Stockwerke tiefer. Da bei Feierabend die Sonne längst untergegangen ist, wird das Joggen kurzerhand durch den Lieblingsfilm auf dem heimischen Sofa ersetzt. „So kommen am Tag schnell 14 Stunden zusammen, die wir im Sitzen verbringen – im Sommer sind es dagegen ,nur’ rund zehn“, erklärt der Experte der DAK.

Wenn schon sitzen, dann aber richtig!

„Natürlich kann nicht jeder gleich den Job wechseln, um seine Bewegungsbilanz aufzubessern“, weiß der Rückenspezialist. Die täglichen Gewohnheiten lassen sich dennoch leicht verändern, um den Rücken stärker zu entlasten:

Tipp 1: Der rechte Winkel. „Stellen Sie Tisch und Stuhl so ein, dass Arme und Beine etwa im 90-Grad-Winkel sind und die Füße vollständig auf dem Boden stehen – ansonsten kann es zu Durchblutungsstörungen in den Gliedmaßen kommen“, so Poetsch. Der Computerbildschirm sollte zudem gerade vor einem platziert sein, damit Verspannungen im Nackenbereich gar nicht erst entstehen.

Tipp 2: Brust raus, Bauch rein. Sitzen Sie möglichst aufrecht und nehmen Sie dazu die gesamte Stuhllehne in Anspruch. Das vermeidet einen Rundrücken, der die Bandscheiben belastet, und kommt einer ungestörten Atmung und Verdauung zugute.

Tipp 3: Sitzen Sie dynamisch. Langes Stillsitzen belastet die Wirbelsäule mehr als längeres Gehen oder Stehen. „Tun Sie Ihrem Rücken etwas Gutes und verlagern Sie ab und zu das Gewicht auf die eine oder andere Seite“, rät der DAK-Experte. „Ihre Lendenwirbel werden es Ihnen danken!“

Tipp 4: Aufstehen! Man muss nicht alles im Sitzen erledigen. Schlagen Sie sich selbst ein Schnippchen und entfernen Sie Dinge, die Sie immer wieder brauchen, aus Ihrer Reichweite. So müssen Sie sich automatisch bewegen, wenn Sie zum Beispiel zum Telefon oder zum Kopierer wollen. Und: Schauen Sie das nächste Mal persönlich bei den Kollegen vorbei, anstatt sie anzurufen. Das hält den Körper aktiv und fördert nebenbei auch noch das Arbeitsklima.

Tipp 5: Mini-Pausen. Um Verspannungen zu lösen, reichen oft schon Sekunden. Die besonders beanspruchte Schulter- und Nackenmuskulatur wird schnell gelockert, indem man den Kopf nach vorn und zu den Seiten bewegt und die Muskeln sanft dehnt. Die Wirbelsäule wird mit dem „Katzenbuckel“ entlastet: Erst die Schultern nach vorne ziehen und einen Buckel machen, dann den Rücken durchstrecken, bis die Schulterblätter sich fast berühren.

So verbessern Sie Ihre Sitzbilanz

Am Besten, Sie übertragen diese Übungen auch auf die Freizeit. Immer dann, wenn man lange sitzen muss, lassen sie sich schnell und einfach durchführen und entlasten die Wirbelsäule sofort. So lässt sich Ihre persönliche Sitzbilanz einfach aufbessern. Rechnen Sie selbst einmal nach!



Physiotherapie

Physiotherapie ist die Lehre von den natürlichen körperlichen Lebensvorgängen und hilft bei ärztlich diagnostizierten Bewegungseinschränkungen. Die Ursprünge der Physiotherapie reichen bis in die Antike zurück. In heutiger Form wird die Heilmethode seit etwa 100 Jahren angewandt, um neue Vitalität und Mobilität zu verleihen. Sie wirkt nicht nur bei der Behandlung akuter Beschwerden, sondern auch vorbeugend – und kann darüber hinaus eine sinnvolle Ergänzung oder Alternative zu einer medikamentösen oder operativen Therapie sein. Finden Sie mit den Gelben Seiten eine Praxis der Physiotherapie direkt vor Ort! Die manuelle Therapie kann mit mechanischen, physikalischen oder thermischen Reizen kombiniert werden, um die bewusste Aktivität des Patienten zu steigern. Bei der Elektrotherapie kommt Strom zum Einsatz.

Physiotherapie R K B by S.-Hofschlaeger pixelio.de

Beschreibung des Bildes, z.Bsp. “Die Mona Lisa”

Die Physiotherapie richtet sich nach den individuellen anatomischen und physiologischen Voraussetzungen, die der Patient mitbringt und folgt einem ganzheitlichen Ansatz. Die Körperfunktionen werden über die Stimulation von Muskeln und Gewebe positiv beeinflusst – zum Beispiel durch spezifische Übungen oder Massagen. Ziel ist es, Schmerz zu lindern, sowohl die Durchblutung als auch den Stoffwechsel zu fördern sowie die Verbesserung und der Erhalt von Ausdauer, Koordination, Beweglichkeit und Kraft. Gleichzeitig stärkt die Physiotherapie das Verständnis für die Vorgänge und Funktionen des Körpers – um auch in Zukunft die eigenen Ressourcen sinnvoll einzusetzen und dauerhaft gesund zu bleiben. Physiotherapie bringt Körper, Geist und Seele wieder in Einklang: Vertrauen Sie sich bei Beschwerden Ihrem Arzt an, der die geeignete Therapie für Sie bestimmt.
Ob Sie nach einem Unfall oder einer Verletzung eine Praxis für Physiotherapie für die Reha suchen oder nach Erkrankungen wie einem Schlaganfall physiotherapeutische Unterstützung brauchen: Mit den Gelben Seiten finden Sie eine Praxis für Physiotherapie in Ihrer Nähe!


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